Synode - für die Kirche morgen
Der Kartellverband katholischer deutscher Studentenvereine (KV) führte in der Zeit vom 3. bis 5. Januar 1975 in Würzburg seine 5. Verbandstagung mit dem Thema „Synode – für die Kirche morgen“ durch. Hierzu erwartet wurden Kartellangehörige aus dem ganzen Bundesgebiet und Vertreter von befreundeten katholischen Akademiker- und Studentenverbänden.
Die Tagung befasste sich mit aktuellen Fragen der Synode. So wurden die Themen „Religiöse Erziehung – Manipulierung Unmündiger?“, „Religiöse Bildung lebenslang?“, „Der Sonntag des modernen Christen“ und „Kirchliche Jugendarbeit“ behandelt. Grundlagen hierfür waren die bei der letzten Vollversammlung der Synode angestandenen Vorlagen „Der Religionsunterricht in der Schule“ und „Jugendpastoral“ sowie die im Mai 1974 auf der Tagesordnung stehenden Vorlagen „Das katechetische Wirken der Kirche“ und „Gottesdienst – Sonntagspflicht“. Im Rahmen von Arbeitskreisen wurde zu den aufgeworfenen Fragen eine eigene Stellungnahme des KV erarbeitet und so ein Beitrag der Basis zur Synodenarbeit geleistet.
Das Einführungsreferat: „Ändert die Synode das Image der Kirche?“ hielt Kb Prof. Dr. Heinz Fleckenstein. Der erste Arbeitskreis bearbeitete unter der Leitung von Kb Pater Norbert Reus SAC, Rheinbach das Thema „Unsere Hoffnung – Vom Versuch, heute Kirche zu sein“. Als Referent konnte Kb Pfarrer Heinz Röschert seine Ansichten vortragen. „Kirche und Arbeiterschaft“ war die Aufgabenstellung des Arbeitskreises II unter der Leitung von Kb Dr. Elmar Kammerloher. Unterstützt wurde er von Referent Kb Dr. Wolfgang Löhr.
Der Arbeitskreis III erarbeitete Vorschläge und Arbeitshilfen anhand der Vorlage „Schwerpunkte heutiger Sakramentenpastoral“ zum Thema „Synodenbeschlüsse – wirksame Hilfe für den Einzelnen und die Gemeinde?“ unter der Leitung von Kb Heinz Geist und dem Referenten Kb Prof. Dr. H. Fleckenstein. Der 4. Arbeitskreis erarbeitete ein Modell zur Beteiligung und Mitarbeit von Ortszirkeln des KV in diözesanen und synodalen Gremien. Die Leitung übernahm Kb Wolfgang Kamper, Referenten waren Kb Dr. Paul Wesemann, Kb Dr. Wilhelm Pötter und Pater Helmut Schmitt SJ.
Wir sind in dem Lernprozess ein gutes Stück vorangekommen
Am Samstagabend wurden bei einem Forumsgespräch „Möglichkeiten und Grenzen der Synode“ erörtert und aufgezeigt. Teilnehmer des Forums waren Prälat Dr. Josef Homeyer, der Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz und der Synode, Oberverwaltungsgerichtspräsident i. R. Dr. Wilhelm Pötter, Vorsitzender der Sachkommission VIII der Synode, Domkapitular Dr. Paul Wesemann und Domkapitular Dr. Bruno Fries. Wir sind in dem Lernprozess ein gutes Stück vorangekommen. Innerhalb der Synode hat keine Energiekrise stattgefunden. Erst langsam beginnt man zu begreifen, was da im Dom zu Würzburg auf der großen Synode der deutschen Kirche eigentlich gespielt wird. Das Bemühen gleicht jenem Kundschafterauftrag im Alten Testament: Den Wartenden soll deutlich werden, wie der Stand der Dinge morgen sein kann. Die Tagung fand im Mutterhaus der Schwestern des Erlösers statt.
