Die Synode endet - die Synode beginnt

Das schöne Würzburg ist seit nunmehr sechs Jahren in den ersten Januartagen der Treffpunkt für viele KVer, die in Erfüllung des Prinzips „religio“ die Synodenvorlagen diskutierten, Abänderungsvorschläge erarbeiteten und die Arbeitsergebnisse sodann wiederum in die Synodenaula einfließen ließen. Diesmal stand unsere Verbandstagung unter der besonders interessanten Thematik, die Synodenergebnisse in unserer Verbandspraxis wirksam werden zu lassen.

Kb Fred Krämer, Würzburg, hatte das Programm wiederum mit liebevoller Sorgfalt verantwortlich zusammengestellt und die Organisationsform so gewählt, dass alle Teilnehmer bereichert nach Hause zurückkehrten. Unter der Leitung der KbKb Dr. Löhr, Mönchengladbach, P. Reus SAC, Rheinbach, und Dr. Pötter, Münster, wurde in drei Arbeitskreisen über die Synode als Anstoß für Veränderungen im Bistum, in der Pfarrei sowie in den Verbänden erfreulich sachlich und konstruktiv-kritisch gearbeitet. Als Referenten konnten der Weihbischof von Würzburg, Alfons Kempf, Dr. Engelbert Muth (Würzburg), Pfarrer Heinz Röschert und Kb Prof. Dr. Riehl (Würzburg) sowie die KbKb Kamper, Füssel und Kreuels dankenswerterweise gewonnen werden. Prof. Dr. Schnackenburg (Würzburg), selbst Synodale, stellte am Eröffnungsabend die Erwartungen und Ergebnisse der Synode in lebendiger und erfrischend kritischer Weise dar, wie es überhaupt das Bestechende dieser Tagung war, dass Vortragende wie Diskussionsteilnehmer einerseits keinen Hehl daraus machten, mehr Mitverantwortung von Laien und Verbänden von der Synode erwartet zu haben, andererseits jedoch nicht in Resignation auswichen, sondern immer wieder an uns alle appellierten, die geschaffenen Möglichkeiten voll zu nutzen.

Die Ortszirkel und aktiven Vereine in den 22 deutschen Diözesen werden aus ihrer Mitte in einem in Kürze vom KV-Rat festzulegenden Verfahren je ein Beauftragten wählen, der die Interessen des Verbandes gegenüber den Bischöfen vertreten soll. Im Unterschied zu der Pfarrebene, die die Mitarbeit des einzelnen Kartellbruders erfordert, ist die Diözesanebene ausdrücklich das Betätigungsfeld auch der katholischen Verbände als Ganzes, also auch des KV.

Die zu wählenden Beauftragten werden die Aufgabe haben, die eigenständigen Meinungen des KV gegenüber den Bischöfen zu vertreten, sowie dafür zu sorgen, dass in den neu zu bildenden Diözesankatholikenräten der KV wirksam mit Sitz und Stimme vertreten ist.

Damit hat der KV als erster Verband einen ganz konkreten Vorschlag zur Mitarbeit in den neu zu bestimmenden Strukturen unserer Kirche geleistet. Die Möglichkeit, als Verband dort verantwortlich mitzuarbeiten, ist ein Niederschlag der anfangs erwähnten Anregungen des KV an die Synode zur Stellung und Arbeit der Verbände und deckt sich mit den in unserer Satzung festgelegten Grundsätzen.

Kb Fred Krämer wurde für seine aufopfernde Tätigkeit gedankt

Kb Fred Krämer sei abschließend für seine jahrelange aufopfernde Tätigkeit als Vorsitzender des Ausschusses „Synode“ gedankt. Sichtbaren Ausdruck wird dieser Dank darin finden, dass die bisherigen Synodentagungen als „Würzburger KV-Tage“ weitergeführt werden. Dabei werden insbesondere auch die neu zu wählenden KV-Beauftragten für die Diözesen zu Arbeitsgesprächen zusammenkommen, um effektiver die Meinung unseres Verbandes vertreten zu können.