Auf dem Weg in das dritte Jahrtausend – Optimismus und Unbehagen
Von den 13. bis zu den 18. Würzburger KV-Tagen konnte ich Kartellbruder Dr. Elmar Kammerloher (Ale) bei der Organisation und Durchführung dieser Tagungen unterstützen. Es war eine sehr gute und befruchtende Zusammenarbeit, die uns beiden viel Freude bereitet hat. Leider musste Kartellbruder Kammerloher die Leitung aus gesundheitlichen Gründen Ende der 1980er Jahre abgeben.
So übernahm ich ab 1989 die Gesamtleitung der Würzburger KV-Tage. Aus dieser Zeit sind mir zwei „Dinge“ besonders in Erinnerung:
Zum Einen die sehr gedeihliche und enge Zusammenarbeit mit interessierten Kartellbrüdern, die mich – neben den Mitgliedern der KV-Akademie – bei der Themen- und Referentenfindung tatkräftig und zuverlässig unterstützt haben. Besonders nennen möchte ich an dieser Stelle Prälat Siegfried Schindele (Ott; damals einer der beiden Verbandsseelsorger), Prof. Dr. Wilhelm Schreckenberg (Sv; langjähriger Schriftleiter unserer Verbandszeitschrift „Akademische Monatsblätter“) und Dr. Wolfgang Löhr (Arm, Car-F, Ru-Ke; in dieser Zeit Vorsitzender des KV-Rates), der bis heute wertvolle Anregungen gibt. Zum Anderen ist es in dieser Zeit gelungen, die Konzeption dieser Tagung behutsam neuen Gegebenheiten anzupassen. Als äußeres Zeichen kann hier die neu gestaltete Werbung mit einem eigenen Faltblatt genannt werden.
Wichtigste inhaltliche Neuerung war die Formulierung des Generalthemas „Auf dem Weg in das dritte Jahrtausend – Optimismus und Unbehagen“. Auf diese Weise ergab sich für die KV-Tage bis 1997 eine gemeinsame Klammer. Der weit gespannte thematische Bogen lässt sich aus der nebenstehenden Aufstellung gut erkennen.
Besonders eingeprägt haben sich mir aus dieser Zeit die sehr offenen, aber stets kartellbrüderlichen Diskussionen und die Wiedersehensfreude bei den abendlichen Treffen in den Würzburger Weinstuben.
Gerne erinnere ich mich auch an zwei „Schlaglichter“ vom festlichen Abschluss der 25. Würzburger KV-Tage in der Aula der Würzburger Universität (Neubaukirche): Die Verleihung des Ehrentitels „Ältester des KV“ an Kartellbruder Fred Krämer (Nm-W, A-Me) und der Schluss des Festvortrages von Prof. DDr. Paul M. Zulehner bei diesem Jubiläumsfestakt: Sehr gelassen und routiniert reagierte er, als ein Scheinwerfer mit ohrenbetäubendem Knall zerbarst: „Ich glaube, meine Damen und Herren, das ist ein Fingerzeig Gottes – ich solle zum Schluss kommen.“ Mit wenigen Sätzen schloss er damit seinen eindrucksvollen, sehr interessanten, anschaulichen und in die Zukunft der Kirche weisenden Vortrag.
19. bis 27. Würzburger KV-Tage: Auch in diesen Jahren war es wieder gelungen, wichtige Themen aus Kirche und Gesellschaft aufzugreifen und den teilnehmenden Kartellbrüdern und ihren Damen näher zu bringen.
Klaus Gierse (Rh-E, Nm-W)
