Kb Dr. med. Michael Heil
(Bsg, Bar, nf, gm, urb)
Nach zehn Jahren im Amt des Leiters der Würzburger KV-Tage gab Klaus Gierse, Kb und Vorsitzender des Altherrenbundes, den Staffelstab an den „Neuen" im Amt, Kb Dr. Michael Heil, weiter.
Kb Dr. Heil war vielen als Philistersenior des KStV Germania Münster, darüber hinaus aber auch als echtes KV-Urgestein bekannt, stammt er doch aus einer KVer-Familie und gehört selbst nicht weniger als vier KV-Korporationen (Bsg, Bar, Nf, Gm) an. „Gewissermaßen wie die Jungfrau zum Kind" sei er an das Amt des Tagungsleiters gekommen, so formulierte es Kb Heil, nicht ohne gleich auf seine persönlichen Bande familiärer Art nach Würzburg zu verweisen. Daß er ein Händchen für die Ausrichtung solcher Großveranstaltungen hat, hat er nicht zuletzt bei der Organisation der VV 1995 in Münster bewiesen – mit Sicherheit auch ein Grund dafür, ihm die Leitung dieser traditionsreichen Tagung der KV-Akademie zu überantworten. Und so durfte man gespannt sein auf die Erstausgabe der „KV-Tage zu Würzburg" der Ägide Heil. Die drei Tage im Jahr 1998 in Würzburg standen ganz im Zeichen der Familie, ihrer gesellschaftlichen Bedeutung früher und heute sowie ihres Wandels und den daraus resultierenden Auswirkungen für unsere Gesellschaft.
Brennend aktuell waren die Themen der 31. Würzburger KV-Tage
Ein Jahr später konnte Tagungsleiter Kb Dr. Michael Heil zum Themenkomplex „Student/Studentin heute – unbekannte Wesen?" vierzig Gäste in der fränkischen Residenzstadt zu den 29. KV-Tagen begrüßen. Zum 30. Jubiläum der KV-Tage versammelte Heil die KVer zur Fragestellung: Kirche im Gegenwind – Wer bläst wem, warum ins Gesicht? Erfährt die Kirche zunehmend Gegenwind durch zu wenig Gottvertrauen?
Brennend aktuell waren die Themen der 31. Würzburger KV-Tage am Dreikönigswochenende 2001: die Möglichkeiten und Grenzen der Transplantationsmedizin, der Umgang mit Kranken am Ende ihres Lebens und ethischen Probleme der Gentechnik. Mit Sorge machte Tagungsleiter Kb Dr. Michael Heil bei seiner Begrüßung auf die zurückliegenden Parlamentsbeschlüsse zur Euthanasie und zum „therapeutischen Klonen" aufmerksam. Und von Sorge sowie der stets wieder kehrenden Frage, was man denn tun könne, waren die Diskussionen um die Fach-Referate nachhaltig geprägt.
2002 gab Dr. Michael Heil mit seinem Beitrag „Das Konzil und seine Folgen” eine erste Einführung in das Thema der 32. KV-Tage. Wo steh ich als Christ? Wie sieht es in meiner Gemeinde aus? Vor dem Hintergrund der sich abzeichnenden personellen Veränderung in der Leitung vieler Bistümer in Deutschland wurde in gewohnt fachlicher Atmosphäre über das gewandelte Bild des „Laien” in der Kirche diskutiert. Auch 2003, im Abschlussjahr seiner Epoche behandelte Kb Dr. Michael Heil im Rahmen der 33. Würzburger KV-Tage wieder Fragen zur Entwicklung der Kirche. Mit den bekannt deutlich zurückgehenden Zahlen von Priestern sind die Mitglieder von Gemeinden gezwungen, von vielen auch liebgewordenen Gewohnheiten Abschied zu nehmen: Verminderung der Sonntagsmessen, Pfarrfusionen oder -kooperationen, Verlagerung der Seelsorge, etc. Gemeinsam mit den KVern untersuchte man die Frage: Wie bekommen wir diese Entwicklungen selbst zu spüren und wie wird unser Gemeindeleben dadurch beeinflusst?
Dr. Michael Heil
